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Einleitung

16. November 2009

Ein paar einleitende Worte zu unserer Intention…

…wir, das sind eine Gruppe von Studenten verschiedener Studiengänge, die für die Beibehaltung des Namens „Ernst Moritz Arndt Universität“  sind, möchten mit diesem Blog einen vielseitigen und vor allem sachlich geführten Diskurs über Ernst-Moritz-Arndt als den Namenspatron der Greifswalder Universität beginnen. Es liegt uns dabei am Herzen, dass – anders als bei hiesigen Arndt-Gegnern – sowohl die negativen, als auch die positiven Aspekte Ernst Moritz Arndts beleuchtet werden. Es soll auf den folgenden Seiten dargestellt werden, warum wir es für richtig halten, dass Arndt – trotz einiger dunkler Momente in seinem Leben – unser Namenspatron bleiben soll. Dazu begrüßen wir im Übrigen die im Januar bevorstehende Urabstimmung, in der die Studierenden im Anschluss an den nun begonnenen Diskurs die Wahl haben, wie in Zukunft mit dem Namen unserer Universität verfahren wird.

Eine solche Arbeitsgemeinschaft lebt von vielen verschiedenen Individuen, weshalb wir uns sehr freuen würden, wenn auch ihr euch an dieser Diskussion aktiv beteiligen würdet.

Vielen Dank !

Ernst Moritz Arndt

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2 Kommentare leave one →
  1. Klaus permalink
    24. November 2009 16:41

    Sie kommen jedes Jahr. In kleinen Gruppen mit den Leinenbeutel voller Infos ziehen die Erstis von der Mensa durch die alte Hansestadt bis zur Universität immer ihren Tutoren lauschend. Mit leuchtenden Augen und voller Erwartung sitzen sie im Dom, feiern die Immatrikulation mit einem Fass Freibier des Oberbürgermeisters. Sie haben alles aus ihrer alten Heimat mitgebracht, Religion, Sitten und Bräuche, Schulbildung und die guten Wünsche der Eltern. Jugend und Leidenschaft lassen als bald erkennen, sie wollen den schweren Stein der Geschichte für einen Augenblick bewegen. Im Jetzt und heute Revolution zur Geschichte von gestern versuchen sie die alten Männer von den Säulen zu stürzen und glauben es recht zu tun. Die Menschen der Stadt mit dem schweren Stein der Geschichte stark verwurzelt stehen oft tief in der Schuld derselben und ehren sie. So geht die Zeit ins Land und die jungen Wilden gehen nach Jahren intensiven Studiums mit einem Diplom oder Doktor, manch Mal mit leicht ergrauten Schläfen in die Welt der Erkenntnis selbst ein Teil der Säule zu werden. So ein über 550-jähriger vorpommerscher Stein hat so seine Last. Ihn zu bewegen, ja da braucht man alle Menschen dieser Stadt.

    Ernst Moritz Arndt (* 26. Dezember 1769 in Groß Schoritz auf Rügen – damals Schwedisch-Pommern; † 29. Januar 1860 in Bonn) war ein deutscher Dichter, Revolutionär und Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung. In seiner Frühzeit kämpfte Arndt gegen das Leibeigentum, erreichte die Abschaffung im schwedischen Pommern, später widmete er sich hauptsächlich der Mobilisierung gegen Napoleon, wozu er in der Erweckung eines deutschen Nationalgefühls das geeignete Mittel sah. Arndt war Professor in Greifswald, musste wegen seiner antifranzösischen Propaganda jedoch vorübergehend flüchten. Nach den Karlsbader Beschlüssen wurde er von den monarchistischen Kräften als „Demagoge“ erneut verfolgt und erst 1840 rehabilitiert.

    Den tiefen Ernst des Lebens zu verkünden
    Winkt, weist und spielt die Allmacht aus Geschichten.
    Die Vorwelt einzig darf die Nachwelt richten,
    Die Gegenwart tappt taumelnd fort . . . . .
    E.-M.-Arndt

    Die Universität ehrte Arndt, als Vertreter der Philosophischen Fakultät im Figurenprogramm des Rubenow – Denkmals. Nach der 1840 erfolgten Rehabilitierung Arndts und den Missbrauch des Namens durch die Nazis erfolgt nun 2009/10 postum die Hinrichtung des Namens Ernst – Moritz Arndt?

    • Jan Steyer permalink
      8. Januar 2010 19:28

      Jaja, Arndt wird jetzt gesteinigt … Was für eine wirre Wahrnehmung Deinerseits. Dein Kommentar hat offenbar bei der Pro Arndt AG derart für Euphorie gesorgt, daß sie ihn zum Einleitungstext gekrönt hat.

      Als kurze Anmerkung: Arndt war selber Monarchist. Er ist nicht als Republikaner oder kritischer Geist mit Berufsverbot belegt worden, sondern weil er auf einer Einheit der deutschen Staaten bestanden hat, was wiederum den absolutistischen Herrschern in den deutschen Staaten – aus ihrer Sicht verständlicherweise – nicht in den Kram paßte.

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